index#_02

 

Adresse

 

Marie-Ann Schwenk
"Die Wanderköchin"

Tel.:    04231 / 800 566
Mobil: 0162 / 65 00 583
Mo.-So. 9.00 - 22.00 Uhr

Holzmarkt 10
27283 Verden / Aller

e-mail:
info@wanderkoechin.de

 

Menü des Monats

 

Menü des Monatsmehr >>>

oben_bilder
 
themen

DEUTSCHLAND
DEINE DICHTER UND DENKER

Eine kurze Einführung von Marie-Ann Schwenk

Eine unendliche Geschichte ließe sich hier, poetisch untermalt, ausbreiten! Es können jedoch nur die wichtigsten Meilensteine erwähnt werden.

Bereits im Mittelalter hatten einige Minnesänger eine, für damalige Verhältnisse, breite Anhängerschaft und große Berühmtheit erlangt. Unter ihnen war vermutlich Heinrich von der Vogelweide der berühmteste.

Nachdem die Verwüstungen des 30jährigen Krieges Mitte des 17. Jahrhunderts beseitigt weitgehend beseitigt waren, erlebten auch die schönen Künsten noch nie gekannte Blütezeiten..

Mit der Vormachtstellung Frankreichs als neuer Führungsmacht in Europa, kamen auch die neuen humanistischen Gedankengüter nach Deutschland.

Mit den Werken von Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), bekam das Bühnengeschehen einen lebendigen Handlungsablauf. Es gab nun, angeregt durch die Werke seines englischen Kollegen William Shakespeare, auf der Bühne Menschen und keine Angehörigen eines Standes mehr. Außerdem entstanden unter seiner Federführung zum ersten Male „Charakteren“, d.h. Menschen mit guten und schlechten Eigenschaften und keine Schwarz-Teufel und Weiß-Engel mehr.

In der „klassischen Zeit“ der deutschen Dichtung waren natürlich Friederich Schiller (1759-1805) und Johann Wolfgang von Goethe (1710-1782) die beiden, alles überragenden Gestalten. Mit der „Sturm und Drang“ -Zeit (1770-1785) war die Vorherrschaft des Verstandes nun endgültig gebrochen und die „Regelpoetik“ hatte ausgedient. Es wurde nicht nur die „Rückkehr zur Natur“ gepriesen, sondern auch die großen Gefühle auf der Bühne dargestellt. Goethes Werk „Die Leiden des jungen Werthers“ (1772), löste nach der Uraufführung solch eine Selbstmordepidemie aus, dass das Stück für kurze Zeit verboten war. Außerdem versuchten Dichter in ihren Texten Rechte und Freiheit für unterdrückte Menschen zu fordern und das Unrecht im Lande anzuklagen, soweit das unter den strengen Augen der Zensur möglich war.

Ein junger Schiller war deshalb in ständiger Gefahr, besonders seitdem 1782 sein Drama „Die Räuber“ in Mannheim uraufgeführt war. Augenzeugen berichteten, „das Theater glich einem Irrenhaus. Fremde Menschen fielen einander schluchzend in die Arme.“

Während der Romantik versuchten vor allem E.T.A. Hoffman und Joseph von Eichendorff der deutschen Dichtkunst wieder eine Richtung fern von Weltproblemen zugeben. Jedoch nicht mit lange anhaltendem Erfolg!

Mit der Französischen Revolution von 1789 wurden die Ideale von Freiheit und Gleichheit in ganz Europa verbreitet und das breite Spektrum der Literarischen Ausdrucksformen zwischen 1815 und 1850 war dermaßen unterschiedlich, wie es auch die Bezeichnungen dieser Epoche sind: “Biedermeier, junges Deutschland, Vormärz“. Heinrich Heine (1797-1856) und Eduard Mörike seine hier als Vertreter dieser Zeit genannt.

Die gescheiterte Revolution von 1848 und die aus Endland „importierte“ Industrielle Revolution, sowie zahlreiche Entdeckungen und Erfindungen, machten es Krone und Kirche immer schwerer die existierende Gesellschaftsordnung zu wahren, denn Besitz- und Bildungsbürgertum meldeten immer öffentlich politische und soziale Mitbestimmung an.

In seine Balladen prangerte Theodor Fontane die überholten Moralvorstellungen und die

inhumane Gesellschaftsordnung häufig an. Von seinen Werken ist „Effi Briest“ wohl das bekannteste.

Mit der literarischen Wirklichkeitsgestaltung der Dichter, entwickelte sich der poetische Realismus. Der „Naturalismus“ entstand aufgrund einer Wissenschaftsgläubigkeit jener Zeit (Zola, Dostojewski und Ibsen) und wurde durch Gerhart Hauptmann („Die Weber“) in Deutschland populär.

Mit den ersten Einblicken in das Unbewusste durch Siegmund Freud Anfang des 19. Jh., bekamen auch die literarischen Werke eine neue Dimension. Emotionale Konflikte wurden nun ausführlicher und detaillierter dargestellt.

Ab der Wende zum 20. Jahrhundert, verbreiteten sich immer zahlreichere und verschiedenartige Literaturströmungen, so dass man schon längst nicht mehr vom dem deutschen Dichterstil, als einem einheitlichen Begriff sprechen konnte.

Heute haben wir nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Qual der Wahl, sofern es um gute Literatur geht. Aufgrund der aufgehobenen Zensur, der Meinungs- und Religionsfreiheit, sowie der zunehmenden Globalisierung der Welt, gibt es eine noch niemals gekannte Literaturauswahl in der Menschheitsgeschichte. Auch wenn es für uns heute selbstverständlich geworden ist, jederzeit Zugang zu jedem beliebigen Lesestoff zu haben und unsere Meinung darüber frei zu äußern, sollten wir jedoch nicht, und das ist eine ganz persönliche Meinung von mir, alle diejenigen bekannten und unbekannt gebliebenen Menschen in Vergessenheit geraten lassen, die durch Jahrhunderte hinweg diese Errungenschaft unserer heutigen freien Zeit, durch ihren Geistesmut mit vielen Jahren Haft und oft sogar mit ihrem Leben bezahlt haben.

Gewidmet allen literarischen
Freiheitskämpfern

Marie-Ann Schwenk

 

Leckere Rezepte für den Monat Oktober

 

 

  1. Lachsmousse auf Rucola (Schiller)
  2. Rotkohl-Sauerampfersüpple (Schiller)
  3. Gurkensalat (Fontane)
  4. Laubfrösch (Goethe)
  5. Rinderfilets mit Zwiebelmousse und Düsseldorfer Kräutersenfsauce (Heine)
  6. Schupfnudeln auf Sauerkraut (Schiller)
  7. Barschragout mit Pilzen und Muscheln (Goethe)
  8. Charlotte Parisienne (Heine)
  9. Korianderplätzchen  (Fontane)
  10. Winterbowle (Fontane)

 

jahres_menue

Zu allen Themen sind ausführliche Präsentationen kostenlos erhältlich !!!
Alle Rezepte und auch andere Seiten meiner Homepage, können kostenlos ausgedruckt werden.

 

Design  Coding by M+M |  Würfel