index#_02

 

Adresse

 

Marie-Ann Schwenk
"Die Wanderköchin"

Tel.:    04231 / 800 566
Mobil: 0162 / 65 00 583
Mo.-So. 9.00 - 22.00 Uhr

Holzmarkt 10
27283 Verden / Aller

e-mail:
info@wanderkoechin.de

 

Menü des Monats

 

Menü des Monatsmehr >>>

oben_bilder
 
themen

DIE KÜCHEN IM MIITELALTER

Eine kurze Einführung von Marie-Ann Schwenk

Die Zeitspanne des Mittelalters kann weder als einheitlich noch als fest gefügt bezeichnet werden. Von den Kreuzzügen (11.Jh). bis zum Beginn der Neuzeit (Ende des 15. Jh.) reicht eine Epoche. Diese Zeitspanne war vor allem geprägt durch eine christliche Geisteshaltung in Literatur, Kunst und Wissenschaft, sowie durch eine in strenge Stände gegliederte Gesellschaftsordnung.
Dank der Erfindung der Buchdruckgunst durch Johann Gutenberg Anfang des 15. Jh., sind uns aus dieser Zeit wesentlich zahlreichere und verlässlichere Quellen überliefert worden, als aus den vorhergehenden Epochen der Menschheitsgeschichte.
Mit dem Beginn des Fernhandels in den Zeiten der Kreuzritter, begannen zum ersten Mal außerregionale und nichtsaisonale Zutaten in den mittelalterlichen Küchen Einzug zu halten. Dabei ist gleichzeitig zu bemerken, dass es nur für die oberen Schichten, von Welt-, Geld- und Kirchenadel überhaupt möglich war, den Küchenplan abwechslungsreich zu gestalten. Selbst fleißige Handwerker konnten oftmals froh um ihre Getreidesuppe sein, ganz zu schweigen von dem Elend der Bauern und Bäuerinnen in Leibeigenschaft eines reichen Grundherren. Ebenso, wurde durch eine streng festgelegte „Tischzucht“ das Benehmen bei Tisch geregelt. Der Ablauf des Küchenjahres war nicht nur durch die Jahreszeiten, sondern auch sehr stark durch das Kirchenjahr geprägt. Viele Speisen mit religiösem Hintergrund (z. B. am Freitag kein Fleisch zu essen), sowie Brauchtumsgerichte hatten ihren festen Platz im Küchenrhythmus. An dieser Stelle sollte noch erwähnt werden, dass die Kartoffel in europäischen Breiten während des Mittelalters noch völlig unbekannt war. Erst einige Jahrhunderte später, unter Friederich dem Großen, wurde die Kartoffel ein Grundnahrungs-mittel.
Als allgemeine Grundnahrungsmittel können Speisen aus Getreide (Gerste und Hirse) und je nach Gesellschaftsstand auch aus Gemüse genannt werden. Brot gehörte zu jeder Mahlzeit. Je höher man in der Ständeordnung stand, desto häufiger kamen auch Fleisch, Tierprodukte, „Federvieh“ und Wild mit den entsprechend edlen Getränken dazu auf die Tafel. „Fastenspeisen“ könnten bis zu zwei Dutzend Gänge in einem Adels- oder Bischhofshaushalt enthalten. Es dürfte eben nur kein Fleisch dabei sei. Durch Konservierungsmethoden wie Räuchern, Pökeln und Trocknen wurden Lebensmittel für die langen und harten Wintermonate erhalten. Gewürze wurden aus den einheimischen Gärten verwendet, wie z. B. Kerbel, Minze, Petersilie, Fenchel und Senf. Durch die Kreuzzüge kamen aber auch orientalische Neuheiten wie Pfeffer, Nelken, Zimt, Muskat und Safran in die heimischen Töpfe. Gewürze waren eine Kostbarkeit und jeder Gewürztransport wurde auf das strengste bewacht und geschützt. Diese neuen Kostbarkeit führten jedoch in den ersten Jahren ihres Gebrauchs zu einer Überwürzung, fast schon einer Parfümierung der Speisen. Die Art des Kochens bestand zunächst im Wesentlichen darin Speisen zu erhitzen, aber erst nach dem Frühmittelalter begann eine gezielte „Umformung“ zu Pasteten, Aufläufen, Ragouts etc.
Ebenso begann in dieser Zeit auch der systematische Aufbau von Menüs mit Vorspeisen, Hauptgericht und Beilagen, Dessert und Gebäck.
„Herr, gieß uns ein gutes Tröpfchen ein, dass unsere Wangen werden fein!“ war ein „Tischgebet“, bei dem deutlich wurde, dass es von existenzieller Bedeutung war, stets reichlich zu trinken, da die flüssigkeitsarmen Speisen der breiten Bevölkerung dem Körper ansonsten mehr Kräfte entzogen, als zugeführt hätten.
In diesem Sinne: „So habet gute Speise“!

Mit zeitlos-kulinarischen Grüßen
verbleibe ich Ihre und Eure

„Wanderköchin“

Marie-Ann Schwenk

 

Leckere Rezepte für den Monat Februar

 

 

  1. Fischschnittchen in Kräutersauce
  2. Brot-Suppe
  3. Kalbfleischpastete
  4. Ausgebackene Eierteigstäbchen
  5. Überkrusteter Wildschweinrücken
  6. Saiblinge vom höfischen Meisterkoch
  7. Mangold-Lauch-Gemüse
  8. Bratäpfel in Wein
  9. Mandelfinger
  10. „Trank der Unsterblichkeit“
     

 

jahres_menue

Zu allen Themen sind ausführliche Präsentationen kostenlos erhältlich !!!
Alle Rezepte und auch andere Seiten meiner Homepage, können kostenlos ausgedruckt werden.

 

Design  Coding by M+M |  Würfel