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Marie-Ann Schwenk
"Die Wanderköchin"

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“ Weihnachten im Hause Buddenbrook“

Eine kurze Einführung von Marie-Ann Schwenk

Seit ihrem Erscheinen sind „Die Buddenbrooks“ eine Sensation gewesen! In der kleinen Hansestadt erschien alsbald ein „Buddenbrook“-Lexikon, in welchem präzise vermerkt war,

welcher Lübecker Bürger, sich in welcher Romanfigur widerspiegelte.

So war dem Weihnachtsfest im Hause Buddenbrook ein besonderes Kapital gewidmet.

Wie fast überall in der Welt, so war es auch in dem berühmtesten Roman des Literaturnobel-preisträgers Thomas Mann nicht anders, und das Familienoberhaupt schaarte am Fest der Feste alle Lieben um sich herum.

Die alte Konsulin hatte ins Haus in der Mengstrasse eingeladen und so kamen sie alle. Der älteste Sohn Thomas mit Frau Gerda und deren Sohn Johann, der jüngere Sohn Christian, sowie die, Zeit ihres Lebens, unglückliche Tochter Antonia, genannt Toni, mit ihrer ebenfalls unglücklichen Tochter Erika und Konsul Kröger, als lieber Freund der Familie, nebst Gattin. Das Gedenken galt der früh verstorbenen jüngsten Tochter Klara und dem alten Konsul.

Traditionsgemäß beginnt der Heilige Abend mit dem Singen der Chorknaben auf den Treppenstufen, dem Lesen der Weihnachtsgeschichte aus der Bibel. Spätestens beim Öffnen der großen Flügeltüre fangen auch die Herzen der Leser an zu pochen, wenn der kleine Anno sein Kindertheater entdeckt, Gerda sich über das feine Tuch der Großmutter freut und die treue Ida Biskuits und Tee herumreicht, bevor die Mandelcreme in der großen Kristallschale serviert wurde. Als Erfrischung wurde Weingelee in Gläsern gereicht und danach Plumcake gegessen.

Dann begab man sich zur Tafel und der kleine Anno durfte zum ersten Mal mit den Erwachsen an Weihnachtsessen teilnehmen. Den Anfang des Weihanchtsessens machte Karpfen in aufgelöster Butter mit altem Rheinweine. Der Vorspeise folgte Puter, gefüllt mit einem Brei aus Maronen, Rosinen und Äpfeln, dazu wurden Kartoffeln, zeierlei Gemüse und zweierlei Kompott gereicht und ein alter Rotwein der Familie Möllendorpf getrunken. Das  Dessert wurde von Waffeln mit Schokladeneis gebildet, zu denen ein süßer Dessertwein getrunken wurde. Die Tafel wurde mit Käse und Schwedischem Punsch aufgehoben. Und damit nicht genug! Im Festzimmer wurde reichlich „Bischof“ getrunken und die Kuchen von Sesemi Weichbrodt gegessen.

Ein wenig Erinnerung für die bewegte Zeit in der Mitte des 19. Jh., mag vielleicht in die Zubereitung der einzelnen Gerichte mit einfließen, ebenso, wie die Hochachtung vor der gewaltigen Entwicklung in vielen gesellschaftlichen, technischen und politischen Bereichen, die seither, mit vielen Mühen und Anstrengungen vieler Menschen, geleistet worden ist.

Das Kapitel klingt mit dem Zauber aus, den der kleine Anno am Weihnachtsabend erfährt.

In ihrer Weihnachtsansprache bedenkt diealte Konsulin das Fest, als Fest der Kinder, die sich noch an diesen Abend erinnern werden, wenn die Älteren der Familie bereits in der Erde ruhen. Aber leider erfüllt sich dieser fromme Wunsch der Großmutter nicht und die vertrauten Leser macht es bereits jetzt traurig zu wissen, dass der kleine Anno sehr früh aus dem Leben scheiden wird, bevor dies seine Mutter und seine Tante tun.

So ist das Kapitel der Weihnachtsfestes im Hause Buddenbrook, nicht nur bewegend, sondern auch gleichzeitig aufrüttelnd, in seiner versteckten Aufforderung das Leben zu wagen, zu lieben und in tiefen Zügen zu leben, bevor die Stunde kommt!

Gesegnete, frohe Weihnachten und gesegnetes, frohes Leben
wünscht Ihnen und Euch Eure
„Wanderköchin“
Marie-Ann Schwenk

 

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